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Kleine Könige bringen Gottes Segen

Kleine Könige bringen Gottes Segen
Kleine Könige bringen Gottes Segen
© Werner Volkmar

Kleine Könige bringen Gottes Segen

Wetzlar/Brandoberndorf „Herr gib uns Frieden, den Jungen und den Alten, und lass uns in Liebe deine Welt gestalten- wir wünschen Euch ein gesundes Jahr-Casper, Melchior und Balthasar“. Diese Segensprüche bringen die Sternsinger in diesen Tagen bundesweit nicht nur in Familien. Auch in Seniorenresidenzen, Kitas und Krankenhäusern waren sie zu Besuch um die Weihnachtsbotschaft vom Frieden auf Erden zu verkünden, Gottes Segen zu bringen und um eine Spende für bedürftige Kinder zu bitten. Danach schreiben die jungen Könige oder ihre erwachsenen Begleiter mit geweihter Kreide den Spruch „29+C+M+B+20 über die Türen. „Gott segne dieses Haus.

„Segen bringen, Segen sein- Frieden- im Libanon und weltweit“. So lautet das Motto der diesjährigen Aktion, bei der es besonders um die Kinder in dem vom Krieg betroffenen Ge-bieten geht. Schon seit Anfang Januar läuft diese weltweit größte Aktion „Kinder helfen Kinder“ für die sich allein in Deutschland über 300 000 Kinder engagieren und dafür einen Teil ihrer Schulferien opfern. Auch der Bundespräsident Walter Steinmeier und die Bundeskanzlerin Angela Merkel haben die Sternsinger empfangen, Abordnungen aus allen 27 Katho-lischen Bistümern. Dabei lobten die Politiker die Sternsinger „Durch euer Engagement wird unsere Welt ein bisschen besser“ und natürlich gab es auch eine großzügige Spende in die mitgebachten Sammelbüchsen. 

Im Katholischen Kirchenbezirks Wetzlar waren oder sind noch rund 400 Kinder und über 90 erwachsene Begleiter aus den Kirchengemeinden für die gute Sache unterwegs. Ein großes Lob gab es dafür auch vom Bezirksdekan Martin Weber (Biebertal). „Toll, dass ihr euch jedes Jahr wieder aufmacht, und bei jedem Wetter für die gute Sache unterwegs seid.  Erfreulich sei dabei auch, dass immer mehr evangelische Kirchengemeinden die Sternsinger-Aktion unter-stützten und viele evangelische Kinder mitmachen. Martin Weber sieht in dieser Entwicklung auch ein großes Stück gelebter Ökumene“.

Als ein Beispiel möge hier die katholische Kirchengemeinde „Maria Hilf“ in Brandoberndorf stehen. Ein Ortsteil der Großgemeinde Waldsolms im südlichen Lahn-Dillkreis. Hier waren 34 Sternsinger und bis zu 14 erwachsene Begleiter unterwegs. Sie haben Fahrdienste geleistet und die Kinder betreut. Wir haben mit Martina Kunz-Friedrich gesprochen, zusammen mit der Gemeindereferentin Ruth Reusch die schon seit einigen Jahren die Sternsinger-Aktion verantwortlich vorbereitet“. „In diesem Jahr haben wir 677 Familien, Seniorenheime, drei evange-lische Pfarrhäuser und das Koptische Kloster in Kröffelbach besucht, sie alle hatten sich vor-her angemeldet und den Besuch ausdrücklich gewünscht. „Es war eine Mammutaufgabe für die „Kleinen Könige“ aber auch für ihre Begleiter. Nach dem Abschluss waren alle geschafft aber auch stolz. Denn nach dem Kassensturz waren 5.612 Euro in den Sammelbüchsen dazu gab es jede Menge Süßigkeiten. Dabei sind für Martina Kunz-Friedrich zwei Anmerkungen ganz wichtig: Über 50 Prozent unserer Sternsinger waren evangelisch und auch die Pfarrer haben in ihren Gemeindebriefen schon früh auf die anstehende Aktion hingewiesen. Für sie ein tolles Zeichen der ökumenischen Zusammenarbeit.

Auch in Wetzlar waren die Sternsinger der vier katholischen Kirchengemeinden unterwegs und haben neben Familien auch soziale Einrichtungen und Kitas besucht. Dabei waren die Könige von Sankt Bonifatius in der Wohnstadt mit ihren Begleitern auch im Wetzlarer Klini-kum zu Gast. „Ich finde es toll, dass ihr uns auch in diesem Jahr nicht vergessen hab“ lobte Professor Jörg Engel, als er die kleinen Könige mit ihrem goldenen Stern begrüßte. Viele der rund 600 Patienten hatten den Besuch schon erwartet und nahmen die Segenswünsche gerne entgegen. „Der dreistündige Marsch durch die vielen Stockwerke war ganz schön anstrengend berichtete im Anschluss Sonja – fest überzeugt, den Kranken und dem Personal eine Freude bereitet zu haben. Nach den ersten Kassenstürzen dürfte die 62. Sternsinger-Aktion im katholischen Kirchenbezirk auch in diesem Jahr Spenden von über 50 000 Euro erbringen.

@ Text und Bild von Werner Volkmar  

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