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Zum Kirchentag auf dem Glaubensweg Solms-Braunfels

Zum Kirchentag auf dem Glaubensweg Solms-Braunfels
Zum Kirchentag auf dem Glaubensweg Solms-Braunfels
© Ev. Kirche Wetzlar

Solms und Braunfels als Orte zu erfahren, an denen man den christlichen Glauben erleben kann, darum geht es bei den ökumenischen Glaubenswegen in dieser Region.

Katholische, evangelische und feikirchliche Christen haben den 3. Ökumenischen Kirchentag zum Anlass genommen, um sich miteinander auf den Weg zu machen und dabei an unterschiedlichen Stationen sechs Impulse zu hören und zu erleben. An insgesamt 12 Orten zwischen Solms und Braunfels sind Stelen mit Tafeln aufgestellt, die zentrale christliche Glaubensbotschaften beschreiben.

Ausgangspunkt war der Marktplatz in Braunfels, wo der katholische Diakon Norbert Hark die rund 40 Anwesenden begrüßte. Der Weg führte über die katholische Kirche St.Anna, die evangelische Friedenskirche und das methodistische Haus „Höhenblick“ in Braunfels und ging weiter zum Tretbecken in Burgsolms, zu den Stolpersteinen und schließlich zur dortigen evangelischen Kirche.

Dass das Kreuz eine Ausrichtung zum Himmel wie zur Welt hat, erklärte Diakon Hark am großen Holzkreuz an der St. Anna-Kirche. „Als Christen müssen wir dahin schauen, wo Kreuze aufgerichtet sind, wo Menschen und die Schöpfung leiden.“ Diesen Faden nahm der der baptistische Pastor Tilo Linthe (Wetzlar) auf. Zum Bibelwort aus Matthäus 5,9 erklärte er: „Wir müssen uns selbst wehrlos machen, um zu Friedensstiftern werden zu können.“ Dazu seien Mut und Vertrauen nötig: „Wir müssen dem anderen signalisieren, dass wir keine Bedrohung für ihn sind.“

Der methodistische Pastor Steffen Klug (Braunfels) stellte die Freizeitstätte Haus Höhenblick mit Kapelle vor. „Wir sind eine Entscheidungskirche“ betonte der freikirchliche Theologe und verwies auf das Glasfenster in der Kapelle mit der Darstellung dreier Kreuze. Eines der Kreuze wende sich auf dem Bild vom Kreuz Jesu ab, das andere wende sich ihm zu.

Kräftige Regengüsse und Hagelschauer begleiteten den gut zweieinhalbstündigen Weg ebenso wie warmer Sonnenschein. Dabei nutzten viele die Möglichkeit, einander kennen zu lernen und über das Gehörte sowie miteinander ins Gespräch zu kommen. Unter den Pilgern waren auch das Pfarrehepaar i.R. Ernst Udo und Ursula Küppers aus Lich sowie Bezirksdekan Peter Hofacker.

Die Geschichte von der Heilung des Kranken durch Jesus am Teich Betesda aus dem Johannesevangelium, Kapitel 5 beschrieb Wolfgang Grieb. Der Hermannsteiner Pfarrer sprach von Heilung in persönlichen Beziehungen, in der Ökumene und in der Welt, auch auf Kriege und militärische Konflikte bezogen. Grieb rief zum Nachdenken über die eigene Verantwortung auf: „Was kann ich selbst beitragen?“

Sehr persönlich wurde es, als Pfarrer Björn Heymer (Wetzlar) an den Stolpersteinen in der Burgsolmser Solmsbachstraße erzählte, dass er zu einer Stolpersteinverlegung in Frankfurt eingeladen worden war. Dann erfuhr er, dass es sich um Menschen jüdischen Glaubens aus seiner eigenen Familie handelte. Die Familienangehörigen hatten darüber geschwiegen. Beide Erfahrungen hätten ihn sehr bewegt.

Karsten Bellersheim, Pfarrgemeinderatsmitglied aus Ehringshausen, betonte noch einmal die Einheit aller Christen unterschiedlicher Konfessionen im Glauben. „Wir haben heute die Chance genutzt, einander kennen zu lernen und auch durch die Augen des anderen auf Gott zu schauen“, sagte er an der Evangelischen Kirche Burgsolms zum Bibelwort aus Johannes 11,25. Dort endete der Weg und Norbert Hark schloss die Aktion mit einem Segen. „Für mich war das ein ermutigendes Zeichen, Ökumene zu leben“, fasste der katholische Diakon zusammen.

Ökumenische Glaubenswege

Mit der Einrichtung der „Ökumenischen Glaubenswege“ wollen die evangelischen Kirchengemeinden Burgsolms, Oberndorf und Braunfels, die Evangelisch-Methodistische Gemeinde Braunfels und die katholischen Kirchorte St. Elisabeth, Solms sowie St. Anna Braunfels ein gemeinsames Glaubenszeugnis geben. Sie verstehen es als ihren Beitrag zum Reformationsjahr 2017, in dem die Ökumene eine besondere Rolle spielte. Orientierung gibt ihnen dabei das Wort Jesu aus dem Johannesevangelium 17,11: „Heiliger Vater, erhalte sie in deinem Namen, den du mir gegeben hast, dass sie eins seien wie wir.“

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